Bocas del Toro, Panama

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Jan 26 - Feb 06, 2011

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Bocas del Toro, ein Inselarchipel vor der Küste Panamas, war der Ort, an dem ich Surfen lernen wollte. Gleichzeitig war es auch meine (vorerst?) letzte Station in der Karibik. Aber wer weiß, dass ist eine Gegend der Welt, in die es sich lohnt zurück zu kommen!

2 Mal Unterricht im Surfen hatte ich genommen. Dann ging es nicht mehr. Es war gar nicht mal die Anstrengung - mehrere Stunden durch die Wellen zu paddeln ist für ungeübte Schultern eine echte Herausforderung. Wer schon mal surfen war, wird das bestätigen können. Auch die mittlerweile fast schon brennende Äquatorsonne war es nicht. Was dann? Das Material auf dem Board löste bei mir irgendeine allergische Reaktion aus. Nach dem zweiten Tag brannte mir Brust und Arme dermaßen, dass ich mich kaum bewegen konnte.

Schade! Surfen war schon lange ein Traum gewesen. Seit der kalifornischen Küste konnte ich an verschiedenen Stationen immer wieder den vielen Surfern im Wasser zuschauen. In Panama war ich es nun endlich angegangen. Und dann das. Aber was soll's!

Ich suchte mir ein anderes "erstes Mal" und versuchte mich im Yoga. Auch das ist gar nicht so anstrengungsfrei wie man vielleicht denkt. Es führt aber definitiv zu mehr Wohlbefinden danach. Absolut zu empfehlen.

Ein letztes Mal Karibik hieß dann auch ein letztes Mal Traumstrände. Und was für welche. Neben diesem Highlight gab es auch noch das Mondo Taito, das vielleicht künstlerischste Hostel, in dem ich auf dieser Reise war. Jede Menge Bilder, Zitate und Graffiti an den Wänden sowie Neukonstruktionen, wie ein Surfboard, das zum Sitz auf einem Fahrrad umgebaut wurde oder ein alter Reisebus, der zum Restaurant umfunktioniert wurde. Tolles Flair.

Da ich auf dieser Etappe etwas länger blieb, traf ich auch wieder einige Menschen mit interessanten Geschichten. Hier eine Auswahl davon:

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- Eine Schweizer Krankenschwester, die 6 Monate arbeitet, und dann 3 Monate reist. Hinterher kehrt sie wieder zurück, und erhält aufgrund des anscheinend akuten Krankenschwestermangels in der Schweiz immer einen Job.

- Eine türkische Designerin, die nach 8 Jahren Leiterin der Großkundenbetreuung in einer Marketingagentur war. Vor etwa einem Jahr schmiss sie ihren Job hin, um zu Reisen. Seitdem ist sie unterwegs und will so schnell nicht, vielleicht nie mehr wieder zurück.

- Viele, viele Israelis. Im Gespräch lernte ich viel über die jüdische Kultur kennen, ihr Selbstverständnis und das Leben in einem Land, das durch Konflikte seit seiner Entstehung geprägt ist. Im Gespräch kam auch heraus, dass alle Israelis Militärdienst leisten müssen und das nicht wenig. Die Männer 3 Jahre, die Frauen 2 Jahre mit so gut wie keiner Ausnahme. Danach wird fast schon erwartet, dass man das Land verlässt, um eine zeitlang zu reisen. Erst mit ca. 23 beginnt man dann mit dem selbstgewählten Lebensweg, in dem man z.B. studiert oder einen Beruf ergreift. Was für eine Kultur!

- 10 Deutsche um die 16, die ein Austauschjahr in Panama machten und hier zur Schule gingen. Sie sprachen alle fließend Spanisch, sehr selbstständig und unheimlich bewandert, was Kultur und Lebensweise in anderen Ländern betrifft. Es war beeindruckend zu sehen, wie sehr ein Jahr im Ausland in diesem Alter reifen lässt, insbesondere an nicht so entwickelten Orten, wie nicht USA, Frankreich oder England.

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