Sep 30, 2010
Am 29.09. um 13:48 Uhr war es dann soweit. Wir überschritten die Grenze nach Kalifornien. Doch wir wussten noch nicht, wieviele Erlebnisse wir von da an mit diesem Flecken Erde haben würden.
Kalifornien. Mhhh. Schon vor der Reise zählte diese Station zu einem meiner ganz persönlichen Highlights. Heimat der Hippiestadt San Francisco, der Filmstadt Los Angeles, der "San-Traumstrandstädte“ wie Santa Cruz, San Luis Obispo, Santa Barbara, San Diego, ... Heimat zahlreicher Nationalparks wie Yosemite, Redwood oder Joshua Tree, Heimat obskurer Orte wie Death Valley oder Silicon Valley, Wahlheimat eines österreichischen Terminatorschauspielers, der hier nun Gouverneur ist, Ausgangspunkt für Trips nach Las Vegas, dem Hoover Dam oder dem Grand Canyon. Kalifornien, mhhh.
Doch ganz weit weg von all diesen Stätten lag Nordkalifornien. Hier gab es keine Traumstrände, keine Filmstars, keine Hippies, nur Wald. Und genau da fingen wir an.
Wäre Björn nicht gewesen, hätte ich wahrscheinlich auch nicht vom Redwood Nationalpark gehört. Björn wollte unbedingt dorthin, ich willigte ein und... bereute es nicht. Wir sahen Bäume von nie gesehener Größe, teilweise bis 100 Meter hoch. Wir fühlten uns wie Gulliver als er eine Insel bereiste und ein Zwerg war. In Worten kaum auszudrücken, in Bildern kaum festzuhalten, aber die Redwoods waren unheimlich imposant.
Genauso imposant, aber weit weniger ansehnlich waren zwei ulkige Figuren, die wir mitten im Wald sahen. Einen großen Holzfäller und eine Kuh. Wir wissen leider bis heute nicht, was für einen Zweck die hatten.
Schließlich trafen wir dann endlich auf den Highway No. 1. Dieser Highway ist die westlichste Straße in den USA und gleichzeitig die längste in Kalifornien. Sie reicht von Nordkalifornien bis kurzer hinter Los Angeles. Alles was wir bis dahin gehört hatten, deutete auf ein sagenhaftes Stück Natur hin. Das war also der Beginn einer etwa 3 Wochen dauernden Fahrt auf der "Traumstraße Kaliforniens".

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