Oct 15, 2010
Es ging weiter nach Süden. Nach Monterey übersprangen wir San Luis Obispo, und fuhren direkt nach Santa Barbara, um Lisa, Wolfgang und Moe dort abzugeben. Die drei hatten dort Freunde bei denen sie einige Zeit bleiben wollten, während Björn und ich das Auto noch für etwa eine Woche hatten. Wir steckten uns zwei große Ziele. Das erste davon war der Grand Canyon.
So ging es auf dem schnellstmöglichen Weg (2 Tage Fahrt) zum Grand Canyon. Es ging an Los Angeles vorbei (d.h. 3 Stunden Berufsverkehrstau mitgenommen) und mit zwei Übernachtungen in der Wüste und in Williams, Arizona kurz vorm Grand Canyon. Doch am dritten Tag war es soweit. Wir erreichten den Canyon.
Ohne Garantie auf geologische Richtigkeit ist der Canyon ein Berg bzw. Gebirge, dass durch einen Fluss, den Colorado River, über Jahrmillionen abgetragen wurde. So entstand in der Mitte Stück für Stück eine Schlucht. Diese Schlucht ist mittlerweile über 2000m tief. Wir lasen etwa, dass ein Meter dabei ungefähr 1 Million Jahre Abtragung entspricht.
Björn und ich nahmen uns vor, den Canyon getrennt zu erleben. Während Björn einen Teil in den Canyon hinabstieg, zog ich es vor, an der südlichen Klippe entlang zu laufen. So zog ich alleine los, nahm einen Bus bis ans Ende der im Nationalpark zusätzlichen Klippe und fing an zu wandern.
Ich sah Jahrmillionen Geschichte in einem einzigen Bild. Doch es lässt sich kaum beschreiben. Phänomenale Weiten durch klarste Sicht, Tiefen, die viel tiefer waren als sie zu sein schienen, und eine absolute Stille. Das war der Grand Canyon. Und damit mit Alaska zusammen mein persönliches Naturhighlight der USA. Einfach atemberaubend.
Ich nutzte den Tag um Ruhe zu finden. Und versuchte die Szenerie ganz entspannt aufzunehmen. Ich las, wanderte, meditierte. In einem Moment versuchte ich ein Stück weit Höhenangst abzubauen, in dem ich mich an den Klippenrand setzte. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass man Ängste am besten überwindet, indem man sich ihnen stellt. Ach was, als wenn das so einfach wär ... Aber es hat geholfen. Ich saß für 5 Minuten über einem tiefen Abgrund. Während die erste Minute ein Höllenritt für den Kopf war, war die letzte schon beinahe entspannt.
Als Björn und ich uns zum Sonnenuntergang wiedertrafen, ging ein Tag zu Ende, der so ganz anders war, als die der letzten Woche. Wasser statt Alkohol, Stille statt Partymusik und Einsamkeit statt Trubel - dieser Tag barg einige ganz persönliche Erlebnisse.
CommentsAdd
about 1 year ago by Paul
Haha, wenn ich jetzt ja sage, würden sich einige aufregen ;) Schreiben wir lieber auf Facebook :p
about 1 year ago by Isa
ups namen verjessen :D ISA aus HBS *lol*
about 1 year ago by Name
oh man o man!!! was sind denn das für tolle fotos???? wieso muss ich nur magisterarbeit schreiben *heul*.... machst du die tour mit mir nochmal??? *bettel* :D
over 1 year ago by Paul
Die Dinge haben sich geändert! We are cosmopolitan backpackers nowadays! Naja, so gut es geht :D
over 1 year ago by Dajana
Paul!!!! Was ist das denn für ein Style??? Brille und Hut? Auch als streunender Backpacker muss man nicht soo rumlaufen :P

Is there offensive content on this page? 
CommentsAdd