Guayaquil, Ecuador

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Jun 03 - Jun 14, 2011

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Ankunft in Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors. Nun waren nur noch 2 Länder auf der großen Tour übrig, bevor es nach Hause gehen würde. Normalerweise ist Guayaquil nicht das Ziel der Backpackerströme in dem Land. Es ist eher der Typ Stadt wo viel Industrie und Handel ansässig sind, jedoch weniger Kultur und Attraktionen. Doch nach meinen Zivijahr hatte ich schon viel von Ecuador gesehen, außer Guayaquil. Dazu kam, dass ich in Guayaquil Gina besuchte, die ich aus Rio kannte.

Sie zeigte mir die verschiedenen Ecken der Stadt, den restaurierten Hafenbereich Malecon 2000, das Strandpartydörfchen Montanita und einen Mangrovenpark mit weitläufigen Seeanlagen, in dem es sogar Delfine gab. Es gab ein paar schöne Ecken. Insgesamt würde ich aber Quito jederzeit vorziehen. Schon allein aus Verbundenheit, und mehr zu sehen gibt es da auch.

Zum ersten Mal aß ich Krebs. Lecker! Und zum ersten Mal wurde ich Zeuge, wie schnell Ameisen Essen finden und beanspruchen können. Meine Pizza hatte ich für nur 1 Stunde kurz auf die Küchenzeile gepackt, statt in den Kühlschrank. Als ich zurück kam war es zu spät, da krabbelten sie schon.

Interessant war noch die Begegnung mit einem Ecuadorianer, der 7 Jahre lang mit einer Deutschen verheiratet war. Aus seiner Zeit aus Deutschland erzählte er über seine Eindrücke von unserem Land und die Unterschiede zwischen den Kulturen. Was hängen blieb war vor allem sein Kommentar zu Freiheit. Er meinte, in Ecuador seien die Leute freier - bei Rot über die Straße gehen würde niemals geahndet, es gebe keine Bauvorschriften, die den Leuten sagen, wie sie ihr Haus zu gestalten haben, und auch wenn es darum geht sich selbstständig zu machen, habe man in Ecuador viel mehr Möglichkeiten.

Jedoch habe das auch seinen Preis: Sicherheit. Die Leute werden nicht vor sich selbst geschützt und Rücksichtnahme gäbe es auch viel weniger: Die Chance im Verkehr angefahren zu werden, ist viel größer, die Polizei greift viel weniger ein, wenn es um Diebstahl oder Besitzansprüche geht, und bedient wird im Restaurant eigentlich immer wer am lautesten schreit.

Zuletzt meinte er noch, beim Geld seien die beiden Kulturen sehr verschieden. Während in Deutschland Schulden fast schon mit Versagen gleichgesetzt werden, sagt man in Ecuador, dass man es nie zu etwas bringen wird, wenn man nicht mindestens einmal verschuldet war.

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