Oct 07, 2010
Anfang Oktober erreichten wir endlich die Mutterstadt der Hippies, San Francisco. Die Erwartungen waren hoch, schwärmten doch viele von dieser Stadt - vom Flair, der Atmossphäre, von den alten Tagen oder sowas in der Richtung. Die Erwartungen waren hoch. Björn und ich waren gespannt.
Es ging scheußlich los. Es war neblig und regnerisch, bei der Fahrt über die Golden Gate Bridge konnten wir nichts von der Stadt geschweige denn von der Brücke sehen. Es ging mit heftigem Stau weiter. Wir brauchten dann etwa 2 Stunden für eine Strecke, die 30 Minuten dauern sollte. Wir fanden kein Hostel zum Schlafen, und mussten für die erste Nacht weiter nach Sacramento fahren. San Francisco drohte eine überbewertete Großstadt zu werden. Aber dann...
Am nächsten Tag kamen wir ins heiß erwartete Hostel, das Green Tortoise. Das unter Backpackern fast schon legendäre Hostel bot alles, was man von einem guten Hostel erwarten konnte, und mehr... So gab es nicht nur Frühstück umsonst, sondern auch kostenlos und richtig gutes Abendessen (z.B. Tacos mit allen erdenklichen Zutaten). Es gab einen Billardtisch und einen Kickertisch, jeden Abend Programm, und das Highlight, die Drinking Olympics.
Hier traten wir als Team aus Deutschen und Schweizern gegen 3 andere Teams aus den Niederlanden, UK und Australien in verschiedenen Trinkwettbewerben an. Der Respekt vor den anderen war groß, da eigentlich alle dieser Nationen für exzessives Feiern bekannt waren. Nach einer Niederlage gegen die Niederlande in der ersten Runde in Beer Pong (das tat weh), bezwangen wir die UK im Float Drink und die Australier im Flip Cup und fanden uns schließlich im Finale noch einmal den Niederländern gegenüber. Hier kam es zum Showdown mit unseren gehassliebten Nachbarn, indem nochmal alle Trinkspiele in einem verbunden wurden. Mit einer Kulisse aus vielleicht 50 Zuschauern boten wir einen showreifen Kampf mit großartigem Comeback und bezwangen schließlich auch die Niederlande. Siiiiiiiiiiiieg!
An den weiteren Abenden ging es mit viel Alkohol weiter. Am Anfang wollten wir nur 3 Nächte bleiben, doch am Ende blieben wir eine ganze Woche. Die Nächte endeten selten vor 5, wir feierten viel und in einer immer anderen Zusammensetzung aus Deutschen, Engländern, Franzosen, Italiener, Amerikanern, Niederländern, und und und. Nur 3 Freunde waren immer dabei - die Müncher Wolfgang, Lisa und Mo. Nach vielen durchzechten Nächten, endlosen Duellen am Kickertisch, und viel viel Spaß mussten wir dann aufbrechen. Doch die Drei wollten einfach mitkommen. Und da sagten Björn und ich einfach ja. Da waren wir zu fünft unterwegs.
Alles in allem hatten wir also unsere ganz persönliche San Francisco Erfahrung. Zwar haben wir die touristischen Ziele wie Golden Gate Bridge, Alcatruz, Fisherman's Wharf und das Hippieviertel Haight Ashbury auch gesehen. Aber die bleibenden Erinnerungen an diese Stadt werden sich hauptsächlich um das Green Tortoise und die unzähligen internationalen Kontakte drehen.
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Amerikanische Trinkspiele
Oct 07, 2010
((Beer Pong)) - 2 Teams a 2 Spieler stehen sich an einem Tisch gegenüber. Sie versuchen mit einem Tischtennisball in am Ende des Tisches stehende Plastikbecher zu treffen, die jeweils mit etwas Bier gefüllt sind. Wird ein Becher vom Gegner getroffen, muss er ausgetrunken werden. Wer zuerst alle Becher des anderen Teams trifft, hat gewonnen.
((Float Drink)) - Im Prinzip wie wettexen oder Team-um-die-Wette-trinken. 2 Teams aus beliebig vielen Spielern stehen/sitzen/knien sich in zwei Reihen gegenüber. Jeder Spieler hat ein Bier vor sich. Auf Startschuss fängt eine Seite (ein Spieler aus jedem Team) an zu trinken. Ist sie fertig, darf der nächste Spieler in der Reihe trinken. Diese geht runter wie ein Staffellauf. Das Team das zuerst alle Biere ausgetrunken hat, hat gewonnen.
((Flip Cup)) - Wie Float Drink, nur das nach jedem ausgetrunkenen Bier der Plastikbecher vom Spieler an den Rand des Tisches gestellt werden muss, sodass er mit der Kante leicht übersteht. Von unten muss die Kante dann mit dem Finger angeschnippst werden, sodass der Becher hochfliegt und auf dem Kopf stehen bleiben muss. Landet er anders, z.B. auf der Seite, muss nochmal geschnippst werden. Erst wenn der Becher verkehrt rum stehen bleibt, ist der nächste Spieler an der Reihe.
Prost!

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