Santa Cruz, CA

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Oct 08 - Oct 10, 2010

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Oct 09, 2010

Mit der Abfahrt aus Santa Francisco begaben wir uns wieder auf den Highway No. 1. Dort gab es erneut spektakuläre Aussichten, die mittlerweile schon fast zur Gewohnheit werden. Jedoch gab es auch ein erstes Mal, und das war Couchsurfing.

Wer es nicht kennt - Couchsurfen heißt spontan eine oder mehrere Nächte bei jemanden zu schlafen, der seine Couch im Internet anbietet. Ich hatte immer mal davon gehört, es aber selbst nie ausprobiert. Ich konnte mir auch schwer vorstellen, dass man einfach so bei jemanden fragt, ob man einfach so auf seiner Couch schlafen kann. Aber so war es.

Mit 5 Leuten im Auto und ohne Referenzen von bisherigen Couchsurfern begaben wir uns auf die Suche nach einer Couch. Oder besser fünf davon. Nicht wirklich der erfolgversprechendste Versuch, aber es hat dann doch tatsächlich geklappt. In Los Gatos, etwa 30 km von Santa Cruz entfernt, wurden wir fündig. Megan bot uns ihr Haus an. Sie meinte es würde gerade verkauft, sodass keine Möbel darin wären, und es im Prinzip nur ein paar Decken gäbe. Da wir noch unsere Campingausrüstung inklusive Schlafsack und Isomatten dabei hatten machte uns das aber nichts aus.

Als wir ankamen, stellten wir fest, dass es nicht einfach nur ein Haus war, indem wir die Nacht verbringen würden. Eine riesige Villa lag vor uns, mit großem Vorgarten und etwa 20 Zimmern. Sie lag auf einer Anhöhe mit schöner Aussicht auf kalifornische Weinberge. Im Garten gab es weitere Highlights, einen Swimming Pool und einen Whirlpool, dazu drinnen noch zwei Luxusbadewannen. Später fanden wir heraus, dass das Haus gerade für 1,6 Millionen USD verkauft werden soll. Wir waren baff.

Megan stellte sich als sehr bemerkenswerte Gastgeberin heraus. Obwohl sie uns nicht kannte, nahm sie uns sehr herzlich auf und gab uns viele Tipps was in der Gegend zu tun war. Als wir dann am Abend vom Ausflug ins Surf Museum und an den Strand von Santa Cruz zurückkamen, hatte sie mehr als 100 Biere gekauft und spontan eine kleine Hausparty für uns organisiert. So gab es nochmals neue Trinkspiele und später noch einen 'Tus-oder-nicht-Sprung' in den eiskalten Pool. Bei Bier und Jägermeister fanden wir uns später zum Aufwärmen im Hot Tub wieder.

Insgesamt eine berauschende, erste Couchsurfing-Erfahrung. Wer Couchsurfing noch nicht gemacht hat, sollte es mal ausprobieren. Ob als Gast oder Geber, die Chance ist viel größer, dass man spannende und interessante Leute trifft, als irgendwelche Idioten. Man kann zum Beispiel auch nur anbieten, sich auf einen Kaffee zu treffen. Viele nutzen diese Möglichkeit, auch in der Heimatstadt gezielt interessante Leute kennenzulernen. Und das hat mit Dating nicht viel zu tun.
Wenn ihr selbst eine Unterkunft sucht, werdet ihr garantiert in der Nähe fündig. Es gibt ca. 2,3 Millionen Couchsurfer in 241 Ländern. Es gibt sogar Angebote in Grönland, Bermuda und der Antarktis...

Achja Mama, ich habe unser Haus mal angemeldet. Wunder dich nicht...

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