...atemberaubende Natur, sowohl Landschaft als auch Tiere und einen Ort, um ganz für sich zu sein
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... sollte man viel Geld mitbringen. Ein Paket mit allem drum und dran kostet locker €4000 und mehr.
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5 months ago by Trixie
That's an inngeoius way of thinking about it.
Ich hab ein viel größeres Bewusstsein erlangt, über das moderne, westliche Leben, über die Schönheit der nördlichen Ländern, und vor allem über die positiven und negativen Effekte von Einsamkeit.
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Sep 02, 2010
Nach der Rückkehr nach Fairbanks blieben noch ein paar Tage in Alaska. Nach der guten Erfahrung beim ersten Mal entschied ich mich erneut zu trampen. Elisabeth brachte mich noch bis zum Denali National Park, sodass noch etwa 4 Fahrstunden bis nach Anchorage zu überbrücken waren. Es brauchte dann zwar insgesamt etwa 8 Stunden um dort hin zu gelangen, dafür traf ich aber eine Menge interessanter Leute. Darunter waren ein Mann in den 30ern, der für das alaskanische Zugunternehmen arbeitete, ein Familienvater, der nach Alaska ausgewandert war, und sich dort eine neue Firma, Familie und im Prinzip ein neues Leben aufgebaut hatte, und schließlich ein Taxifahrer, der als politischer Flüchtling aus Somalia nach Kanada kam. Alle hatten spannende Geschichten zu erzählen. Ich hörte Ihnen gern zu.
Zurück in Anchorage ging ich zwar in das gleiche Hostel wie zuvor, hatte diesmal aber andere Zimmergenossen. Der eine war jemand, den man wahrscheinlich als Cineast bezeichen kann. Er verbrachte seinen Tag damit Filme zu schauen. Er wachte auf, schmiss einen Film an, und dann, 6 Filme und vielleicht einen kurzen Spaziergang zu Wal-Mart später, ging er wieder ins Bett. Der andere im Zimmer, Jack, war hingegen einer der unvoreingenommensten und aufgeschlossensten Menschen, den ich je getroffen habe. Wieder einmal gab es eins auf die Mütze der Vorurteile, als er sagte woher er kam – Texas.
Jack und ich entschieden uns dann noch für einen Tag nach Seward zu fahren. Seward, ein malerisches Hafenstädtchen im Süden Alaskas, ist bekannt für seine Nähe und Zugang zu einem großen Eisfeld mit zahlreichen Gletschern.
Wir wanderten bis zu einer der Gletscherzungen, und sahen später noch das Sea Life Center of Seward, ein „Krankenhaus“ für kranke und verletzte Seetiere. Dort sahen wir Papageientaucher (seitdem meine Lieblingstiere, ich möchte so gern einen haben!!), konnten Seestern und Seeigel berühren (Seesterne sind gar nicht so stachelig wie sie aussehen), und sahen einen etwa 900kg schweren Seelöwen (Wow - die Viecher sind riesig!).
Das war also Alaska. Was bleibt? Insgesamt habe ich einen Ort erlebt, der eigentlich ziemlich genauso ist, wie man sich das nördliche Ende der Welt vorstellt. Es ist eher kalt, es leben nur wenige Menschen dort (knapp 700.000 Einwohner, etwa so groß wie Stuttgart auf einer Fläche 6x so groß wie Deutschland), umso weniger je nördlicher man kommt, und die die dort leben sind alle von einem ähnlichen Schlag. Wenn man nach dem Klischee geht, sind Vollbart und lange Haare ein Muss, ein Pick-up Truck ist normal und wahrscheinlich auch der Besitz einer Waffe. Der typische Alaskaner liebt das Jagen und die Natur, kommt sehr schnell zum Punkt, und ist sehr freundlich und hilfsbereit. Ich habe Alaska als Ort erlebt, der diejenigen anzieht, die noch einmal neu anfangen wollen. Und das nicht selten mit Erfolg. Man ist hier sehr weit weg von den Freuden und Frustrationen des westlichen Stadtlebens, und man kann an Orten leben, an denen man keine Menschenseele in einem ganzen Monat sieht. Es ist tatsächlich „The Last Frontier“ (Die letzte Grenze)

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